Travel: Singapur - Städtereise mit Kindern (2. Teil)

Vielen Dank für Eure lieben Kommentare zum ersten Asien-Post. Eigentlich wollte ich ja schon viel früher mal die Fortsetzung unserer Asienreise schreiben, aber Ihr wisst ja, wie das ist mit der entschleunigten Ferienzeit. Außerdem waren wir diese Woche noch für 3 Nächte in dem bezaubernden Brügge, worüber ich auch noch so einiges berichten könnte, wollte, möchte.... Aber heute erzähle ich Euch erst mal, wie es in Singapur weiterging und freue mich natürlich, wenn Euch das interessiert!

Singapur ist eine Stadt der Superlative! Und sie entwickelt sich dabei ständig neu.

Während der Fahrt mit dem Taxi vom Changi-Airport zum Hotel fragte uns unser Fahrer, ob wir schon einmal in Singapur waren. Das konnten wir bejahen und erzählten ihm stolz, dass wir vor 11 Jahren schon einmal 4 Tage dort verbracht haben.
Er meinte daraufhin nur, dass sich seitdem so einiges verändert hätte und wir sicherlich nicht all zu viel wiedererkennen würden.

 Wie wahr - in Singapur herrscht eine rege Bautätigkeit! Viele Häuser werden und wurden neu errichtet. Aber zum Glück werden in gleicher Weise die herrlichen Kolonialbauten restauriert und erneuert - und genau daraus besteht der Charme Singapurs. Hier verschmilzen verschiedene Traditionen mit der Moderne - East meets West und genau deshalb ist Singapur eigentlich auch Asien für Einsteiger.

Singapur ist wohl die sauberste Stadt Asiens - nicht zuletzt, da seit Jahren hohe Geldstrafen auf Verunreinigung der Straßen erhoben werden. So sollte man es tunlichst lassen, Papier, Zigarettenkippen oder Kaugummi auf die Straße zu werfen.


An unserem ersten Tag in Singapur sind wir also entlang einiger Kolonialbauten und dem Cricket-Platz zum Boat Quay gelaufen. Der Boat Quay setzt sich auch heute noch aus einigen bunten Shop-häusern zusammen, die inzwischen überwiegend Gastronomie beherbergen. Dort haben wir eine Rundfahrt mit einem Boot über den Singapur-River gemacht um einen ersten Eindruck der Stadt von der Wasserseite her zu bekommen.


Und damit haben wir sofort die wohl berühmteste Veränderung der letzten Jahre gesehen: Dort, wo der Singapur River endete und Merlion - das berühmte Wahrzeichen der Stadt - sein Wasser ins Hafenbecken spuckt, war damals das Meer. Heute spuckt der Löwe zwar immer noch sein Wasser, aber das Meer ist nicht mehr dort. Denn dort ist die Marina Bay entstanden, der jüngste Stadtteil Singapurs. Durch Aufschüttung und Trockenlegung ist hier eine ganze Landzunge entstanden, wo unter anderem das Hotel mit dem Schiff auf dem Dach - das Marina Bay Sands Hotel.


Da Sightseeing bekanntlich anstrengend ist, in Singapur neben hohen Temperaturen dann auch noch eine hohe Luftfeuchtigkeit hinzu kommt und wir den ganzen Asien-Aufenthalt ja auch erst mal ruhig angehen lassen wollten, verbrachten wir den Nachmittag dann am Hotelpool - welch herrliche Erfrischung!


Am Morgen des zweiten Tages sind wir mit dem Taxi nach Chinatown gefahren - Taxi fahren ist in Singapur recht günstig - auch wenn es so ziemlich das einzigste ist, was günstig ist ;-)



In Chinatown reihen sich viele Händler in ihren Shophäusern und Imbißbuden aneinander. Hier gibt es jede Menge Touri-Nippes und Kunsthandwerk, über dessen Echtheit aber vermutlich teilweise gerätselt werden darf. Trotzdem ein einfach buntes, interessantes und trubeliges Viertel, dass bei unseren Kindern offene Münder und irgendwie eine kleine Reizüberflutung verursachte. So mussten doch unbedingt Essenstäbchen und  ein kleiner Merlion geshoppt werden  - ohne konnte unser Kleiner unter gar keinen Umständen nach Hause kommen ;-)


 Aber besser Nippes und Merlion, anstatt dieser eingelegten Gesellen - standen übrigens in einer chinesischen Apotheke.... 



Zum Abschluss besuchten wir noch den Sri Marimmam-Tempel - der aber verglichen mit dem restlichen Singapur ziemlich unaufgeräumt und schmuddelig wirkte.

Das Beste an Chinatown war aber natürlich erst mal das kostenfreie Wifi - endlich Kontak nach Hause und zur Außenwelt :-) Dass das in so einer Großstadt schwierig werden könnte, hätten wir gar nicht erwartet. Aber unser Hotel wollte doch einen recht hohen Preis dafür und so mussten dann die paar öffentliche Netze bei Starbucks und McDonalds für Kontakte ins www. herhalten.


Für unseren dritten Tag in Singapur hatten wir bereits zuvor von zuhause online Tickets gebucht - wir besuchten den Singapur Flyer - das zweithöchste Riesenrad der Welt & machten eine kombinierte Duck Tour. Das Ticket dafür war online 25 % günstiger. Vor Ort mussten wir dieses nur in die entsprechenden Tickets umtauschen. Leider war für uns nicht ersichtlich, dass wir uns für die Duck Tour zuvor auch schon eine Uhrzeit hätten reservieren lassen sollen. Das wurde dann etwas problematisch, aber nachdem die Gesichter unserer Kids immer länger wurden, fand das Personal dann doch noch eine Lösung und konnte uns für nachmittags "dazwischenquetschen".


Aber zuerst ging es mit dem Flyer hoch hinaus - mit 165 Metern ist er bis April diesen Jahres sogar das höchste Riesenrad gewesen, wurde aber inszwischen von einem noch höheren Rad in Las Vegas abgelöst. Die Fahrt dauerte 30 Minuten - zuvor geht man durch eine kleine Ausstellung, die ganz interessant Riesenräder und deren Konstruktion erklärt.


Vom Flyer aus hat man einen herrlichen Ausblick auf die Stadt, die Marina Bay,die Formel1-Rennstrecke von Singapur bis hin zum Hafen - wo sich die Frachtschiffe auf der Straße von Malakka zum Containerhafen bewegen.
 

Wieder auf dem Boden angekommen hieß es, die Zeit totzuschlagen, bis die Duck-Tour am Nachmittag startete.
Aber kein Problem - am Fuße des Flyers befindet sich ein nettes Hawker Centre. Das ist ein kleiner Food-Market, an dem verschiedene Köche an ihren Ständen ihre verschiedenen Spezialitäten anbieten. Der Markt am Singapur Flyer ist zwar neu erbaut und nicht gewachsen, jedoch ganz nett eingerichtet und dekoriert. Nach einem kleinen Snack erkundeten wir also die weiteren Möglichkeiten und erspähten plötzlich das, was meine Männerherzen höher schlagen ließ: Ulitmate Drive.

Aber dazu und zu unserem weiteren Singapur-Erlebnissen erzähle ich Euch die Tage weiter....

Liebe Grüße
Petra



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